Schreib-Ecke Thun

 

 

 

Meine Grundhaltung

 Der Auftrag an die öffentlichen Sozialdienste ist zu fördern und zu fordern. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden immer knapper, so dass die Förderung, die relativ zeitintensiv ist, oft zu kurz kommt. Es bleibt aber das Fordern. Wegen der fehlenden Förderung kommt die Befähigung zu kurz. Somit kommt es durch die Forderungen zur Überforderung. Überforderung wiederum erzeugt Stress. Stress hat unlogisches Handeln bis Agression zur Folge, was eine Entwicklung verunmöglicht.

 Ein „bewährtes“ Mittel ist Druck: Viele Menschen brauchen Druck, um eine Veränderung anzugehen. Meiner Ansicht nach ist Druck nur erfolgreich bei Einsicht. Mangelde Einsicht führt oft zu einer Opferhaltung. Daraus können sich Feinbilder, Hass und Agression entwickeln, was wiederum zu Blockaden führt.

 Einsicht kann nur durch Reflektionsfähigkeit erreicht werden, was aber oft in einem Vertrauensverhältnis begleitet werden muss, was wiederum oft sehr zeit- und kostenintensiv ist.

 Unsere Angebote sollen unsere KundInnen bei der Erledigung ihrer administrativen Verpflichtungen in einem möglichst angenehmen Klima zu unterstützen, so dass sie weniger in Stress kommen.

                                                                                                                                 11.3.15 BM

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  Leitsätze Betrieb Länggasse

 Schreib-Ecke, Aktion Steuererklärung und Firma bene.michel

 Unsere Gesellschaft, inklusive Verwaltung, baut darauf, dass alle in der Schweiz wohnhaften Menschen lesen, schreiben und rechnen können und zu Hause über einen PC mit funktionierendem Drucker und funktionierendem Internet-Anschluss verfügen. Unsere Erfahrung zeigt, dass diese Wahrnehmung nur bedingt stimmt.

Unser Anliegen ist es, Menschen zu unterstützen, die bei der Erledigung ihrer staatsbürgerlichen Pflichten und bei der Alltagskorrespondenz Hilfe brauchen. Unsere Frequenzen bestätigen, dass dieses Angebot einem grossen Bedürfnis entspricht.

Nebst Verminderung des Stresses bei den Kunden entlasten wir auch Amtsstellen.

 Wichtig ist uns die Niederschwelligkeit unseres Angebotes. Zudem gibt es mehr Leute als man denkt, die sich trotz knappem Budget nicht vom Sozialdienst unterstützen lassen. Deshalb haben wir unsere Preispolitik auf diese Personen ausgerichtet und sind auf Spenden und Unterstützung angewiesen.

 Unter niederschwellig verstehen wir, dass unser Angebot allen zur Verfügung steht, unabhängig von Wohnort, Religion und Nationalität.

Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und aktives Mitarbeiten sind bei unseren Kunden oft Defizite. Unsere Aufgabe ist es nicht, sie zu zwingen, sondern sie immer wieder anzuhalten, diese Punkte mehr zu beachten.

 Viele Leute möchten gerne in der Administration tätig sein. Oft sind aber die Qualifikationen ungenügend oder unklar. Zur Bewältigung der Alltagskorrespondenz genügt es aber.

Die Schreib-Ecke bietet Gelegenheit, sich in Korrespondenz, Kundenkontakt und leichten Kundenarbeiten zu testen und zu trainieren. Dies ist möglich im Sinne von Nachbarschaftshilfe (Betroffene helfen Betroffenen) als Freiwillige oder als Teilnehmende von Einsatzprogrammen.

  Januar 2014    bene michel